Der Grüne Mann auf der Florale im Berggarten – Sabine Strätger

Eine ironisch-heitere Auseinandersetzung mit Urmythos, Amigurumi und Makramee-Eule
Der Grüne Mann ist ein uraltes Symbol aus vorchristlichen Zeiten. Er ist der Sohn der Großen Mutter, der sowohl göttlich als auch menschlich den Frauen und Männern vieler Kulturen beistand. Sein steinernes oder holzgeschnitztes Gesicht, aus dessen Nase, Mund und Ohren Wurzeln und Laub hervorquellen, das in Laub übergeht oder aus Laub hervorgeht, ist eine Plastik, die an/in mittelalterlichen sakralen und profanen Gebäuden Europas zu finden ist, noch häufiger trifft man in England auf den Grünen Mann, der möglicherweise schon bei den Kelten Bedeutung hatte. Lady Raglan, eine volkskundlich interessierte Baronin aus Monmouthshire, die im Jahre 1939 an einer Studie über diese rätselhafte Figur gearbeitet hat, prägte den Begriff des ‚Grünen Mannes‘. William Anderson erkannte, „dass es in allen Erscheinungsformen des Grünen Mannes darum geht, das Menschliche mit der Natur zu verbinden. Er scheint die Manifestation eines Archetyps des menschlichen Geists zu sein, der sich zu verschiedenen Zeiten im volkstümlichen Bewusstsein immer wieder neu ausprägt.“ Er symbolisiert das Gewissen der Natur, und wenn wir uns den Zustand unseres Planeten vor Augen führen, sehen wir, dass uns der Grüne Mann fehlt.
Die ‚Florale‘ im Berggarten zeigt sein Gesicht. Weiterlesen

Dieser Platz darf nicht zugestellt werden

„Ein Hauptwerk Breustes ist das Projekt RosebuschVerlassenschaften, an dem er zusammen mit seiner Frau Almut Breuste seit 1997 arbeitete. In der Turbinenhalle des ehemaligen Umspannwerks der PreussenElektra in Hannover-Ahlem trugen sie unzählige Gegenstände, vieles davon aus dem Contiwerk Limmer Hannover, zusammen. Angesichts der ausgebreiteten Gegenstände – ausrangierte Eisen, Gummi, Holz oder Textilien – erkennt der Betrachter ihre Geschichte bzw. projiziert sie in sie hinein.“
Wir haben uns die Sammlung angesehen und waren baff. Weiterlesen

Ernte

Wie jedes Jahr ist Rolf in den Brombeeren und lässt sich zerstechen. Es gibt auch andere Gäste, die sich in den Hecken verstecken.

Hochwasser: Auf nach Ricklingen

Die Beeke ist über ihre Ufer getreten, deswegen steht der Park am Edelhofe heute komplett unter Wasser – ebenso die Plastiken der aktuellen Ausstellung „Verformungen“, die auf spektakuläre Weise in der … nun ja, verformten Natur stehen. Derweil von Rolfs „Laube“ noch die Spitze aus dem Wasser schaut. Weiterlesen

Immer Stemmer (Berg)

Immer wieder zieht es uns zum nahen Stemmer Berg. Von Norden kommend sieht man die sanfte Erhebung mit dem schon verblühten Rapsfeld. Wir gehen durch den Weizen um uns herum und fühlen uns beinahe wie Catcher.

Bockwindmühle Dudensen, Flügel im Sonnenlicht

Deutscher Mühlentag in Dudensen

Voll beflaggt, hoch im Wind die Flügel, kommt die Bockwindmühle in Dudensen uns vor wie ein lebendiges Wesen. Man darf hinauf ins Innere und die Mechanik studieren, bei der nächsten Böe setzen sich die Flügel wieder in Gang und die gesamte Konstruktion, von der wir nun ein Teil sind, ächzt und schaukelt uns sanft. Weiterlesen